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Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2022

Wahlprüfstein 1:
Sind Sie informiert über die Arbeit der Wohnberatungsstellen, deren Finanzierung und über die Untersuchungen des Landes Nordrhein-Westfalen zum Nutzen, dem Effekt und der Effizienz der – bundesweit einmaligen – Wohnberatung in Nordrhein-Westfalen?

Wahlprüfstein 2:
Gehen Sie grundsätzlich davon aus, dass die unabhängige, professionelle und für Ratsuchende kostenlose Wohnberatung in NRW erhalten und flächendeckend ausgebaut werden sollte?

Wahlprüfstein 3:
Wie sollen die Wohnberatungsstellen als Teil der Daseinsfürsorge langfristig abgesichert und somit für Bürgerinnen und Bürger ein gesichertes Angebot werden, was insbesondere aufgrund der kaum vorhandenen bezahlbaren Wohnungen ohne Barrieren bzw. mit weniger Barrieren besonders wichtig ist?

Wahlprüfstein 4:
Die Wohnberatung NRW ist von der Landesregierung anerkannt und ihre Expertise soll nach „NRW inklusiv“ in die „Beratung über Herstellung von Zugänglichkeit/Barrierefreiheit im Wohnungsbestand“ einbezogen werden. Welche schnell wirksamen Maßnahmen kann es für in ihrer Existenz bedrohte WBS geben?

Wahlprüfstein 5:
Befürworten Sie den Ausbau der landesweiten Zusammenarbeit aller WBS, deren gemeinsame Öffentlichkeitarbeit und Vernetzung und die erfahrungsgemäß notwendige Arbeit der Koordination Wohnberatung NRW und setzen sich für deren Weiterfinanzierung ein, auch um die wenigen weißen Flecken zu schließen?

Wahlprüfstein 6:
Befürworten Sie, wieder Mittel seitens des Landes für die Öffentlichkeitsarbeit der Wohnberatung zur Verfügung zu stellen, z.B. für das Erstellen von Materialien für Ratsuchende, Neuauflage der Rahmenstandards der Wohnberatung NRW und Öffentlichkeitsmaterialien für die WBS vor Ort und Rehacare z.B.?

Wahlprüfstein 7:
Gemeinsam mit der Landesbeauftragten haben wir erfolgreich gearbeitet, vor allem die Barrieren in Köpfen abzubauen. Setzen Sie sich dafür ein, dass Claudia Middendorf Ihre sehr erfolgreiche, gut vernetzte Arbeit für alle in NRW in der Funktion unabhängig vom Ausgang der LT-Wahlen fortsetzen kann?

Wahlprüfstein 8:
Die für die Bürger*innen kostenlose Beratung zu gemeinschaftlichem Wohnen ist zukunftsweisend für den Erhalt der Selbständigkeit, Selbstverantwortung und Mitverantwortung am Gemeinwohl und trägt zur langfristigen Kosteneinsparung bei. Setzen Sie sich für die Finanzierung von zwei Büros in NRW ein?

Die Wahlprüfsteine wurden in diesem jahr seitens der Parteien auf 300 Zeichen beschränkt:
Die Kürzung auf 300 Zeichen ist für uns anstrengend, kann für Sie zu Missverständnissen führen und hat nur wenig mit Beteiligung zu tun. NRW, LT (Landtag), Wohnberatung (WB) und Wohnberatungsstellen (WBS) wurden deshalb abgekürzt.

“…Es ist mir wichtig,…

Ihnen zu versichern, dass ein landesweites Koordinationsangebot für alle Wohnberatungsstellen für das Land Nordrhein-Westfalen eine sehr hohe Bedeutung hat. Eine Wohnberatung für die Bürgerinnen und Bürger ist und bleibt auch in Zukunft ein politisch sehr wichtiges und relevantes Angebot. Sie alle leisten seit Jahren qualitativ sehr gute und wertvolle Arbeit, die die Landesregierung und die Träger der Pflegeversicheung in Nordrhein-Westfalen sehr zu schätzen wissen und Ihnen ausdrücklich auch an dieser Stelle danken.

Es ist uns deshalb ein wichtiges Anliegen, dass die aktuelle Situation nicht zur Folge hat, dass die Wohnberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen ohne die unterstützende Dienstleistung einer landesweiten Koordinierung ab 1. Januar 2022 ihre wichtige Aufgabe leisten müssen. Es darf und soll kein “Vakuum” entstehen!

Vor diesem Hintergrund wird das Referat VI C 1 (Querschnittsaufgaben, Geschäftsstelle Landesausschuss Alter und Pflege) des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordehein-Westfalen (MAGS) unter meiner Leitung ab 1. Januar 2022 für einen Übergangszeitraum die notwendige Begleitung der Wohnberatungsstellen anbieten. (…)”

aus dem Schreiben vom 14. Dezember 2021 von Gruppenleiter – und Referatsleiter Andreas Burkert, MAGS NRW, an Wohnberater*innen und weitere Personen in Nordrhein-Westfalen

10. gemeinsames Arbeitstreffen der Wohnberatungsstellen in NRW

Das zehnte gemeinsame Arbeitstreffen mit der Koordination Wohnberatung NRW fand am Mittwoch, dem 29. Juni 2021 im LutherLAB in Bochum statt.

Die 47 anwesenden Wohnberater*innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Entwicklungen untereinander und mit folgenden Gästen:

Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher und Sarah Weingartz von der Hochschule Düsseldorf stellten die im Projekt entstandene Expertise vor und diskuierten die Planung der weiteren Zusammenarbeit (Workshops, Webplattform etc. ) mit den Wohnberatungsstellen in dem vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes NRW geförderten Projekt TiWo – “Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung”

André Röwekämper, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster zur Zuständigkeit der Eingliederungshilfe beim LWL durch die entsprechende Gesetzesänderung im SGB XII/SGB IX am 1. Januar 2020.

Johanna Barbosa, Projektreferentin AW Kurund Erholungs GmbH stellte anhand einer Präsentation das Landes-Modellprojekt „Kuren für pflegende Angehörige“ vor. Die aktuell 118 Kurberater*innen wurden bereits im Rahmen ihrer Fortbildungen von Susanne Tyll über die Arbeit der Wohnberatungsstellen in NRW informiert. Vorgesehen ist, bei entsprechendem Bedarf, auf das jeweilig andere Beratungsangebot aufmerksam zu machen: Kurberatung für pflegende Angehörige / Wohnberatung.

Das nächste gemeinsame Arbeitstreffen mit der Koordination Wohnberatung NRW findet voraussichtlich am 26. Januar 2022 von 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr in Düsseldorf statt.