Expertise Im Projekt TiWo “Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung“ erschienen

Die Expertise gibt Einblick in das Feld der Technikberatung in Deutschland und zeigt Herausforderungen für die weitere Entwicklung professioneller Technikberatung.

Unter Technikberatung verbirgt sich ein innovatives, inhaltlich teilweise noch offenes Handlungsfeld, dessen Konturen jedoch bereits heute erkennbar sind. Gemeint sind damit Angebote in meist öffentlicher Trägerschaft, die sich auf die Beratung zu digitaler, meist assistiver Technik konzentrieren. Sie verfügen über einen Mindestgrad der Institutionalisierung und agieren auf der Grundlage eines qualitätsgesicherten und durch Neutralität gekennzeichneten Beratungsverständnisses. Ihr Auftrag erschöpft sich nicht nur darin, zu einer geeigneten, bedarfsgerechten Auswahl von Technik zu gelangen, sondern Ratsuchende dazu zu befähigen, technische Geräte mit ihren Funktionen zu verstehen, zu gestalten und sie im Kontext des eigenen Lebenszusammenhangs selbstbestimmt und reflektiert einzusetzen. Der Schwerpunkt von Technikberatung liegt in der Integration digitaler Assistenztechnik in die Alltagswelt meist sog. vulnerabler Personengruppen, verbunden mit dem Aufbau von Digitalkompetenzen.

Technologischer Fortschritt wird bereits heute – und aller Voraussicht nach auch in der Zukunft – durch digitale Technologien bestimmt. Typische Merkmale des digitalen Wandels sind sein allumfassender Charakter und seine hohe Dynamik. Bedingt durch politische Förderung von Digitalisierungsprozessen dürfte es heute keinen gesellschaftlichen Bereich geben, der sich diesem Wandel entziehen kann. Aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive stellt sich daher die Grundsatzfrage, wie dieser Wandel allen gesellschaftlichen Gruppen zugänglich gemacht werden kann. Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung versteht sich als ein Beitrag zur professionellen und ethisch fundierten, aktiven Gestaltung dieses Wandels unter besonderer Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe.

Seit Dezember 2019 arbeitet ein Team von Wissenschaftler*innen der Hochschule Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher (FB SK), Prof. Dr. Manfred Wojciechowski (FB M) und Susanne Tyll, Beratung-Fortbildung-Projektentwicklung, an der Entwicklung eines neuen Konzeptes der Technikberatung, das in die Wohnberatung in NRW integriert werden soll. Das interdisziplinäre Projekt TiWo (Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung) wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) gefördert.

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich 21 Organisationen und Verbände an die Landesregierung. Sie fordern ein klares Bekenntnis zur Barrierefreiheit im Wohnungsbau.

Zu viele insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in NRW leben bereits in Wohnungen, die nicht auf ihre Bedarfe und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das große Missverhältnis zwischen Bedarf und Angebot wurde zuletzt durch die Untersuchungen der Wohnungsmarktprognose des Landes NRW zum Ausdruck gebracht.

Die gemeinsame Erklärung, die u.a. von der LAG Wohnberatung NRW unterzeichnet ist, beinhaltet daher die Forderung, dass zukünftig Wohnungen im Neubau generell barrierefrei gemäß der Definition von Barrierefreiheit gebaut werden.

9. gemeinsames Arbeitstreffen der Wohnberatungsstellen in NRW

Das neunte gemeinsame Arbeitstreffen der Koordination Wohnberatung NRW und der LAG Wohnberatung NRW fand am Mittwoch, dem 24. Juni 2020 im LutherLAB in Bochum statt.

Die 38 anwesenden Wohnberater*innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch miteinander u.a. mit folgenden Gästen:

Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher und Eric Pohlmann von der Hochschule Düsseldorf zur Planung der zukünftigen Zusammenarbeit mit den Wohnberatungsstellen (Workshops, Webplattform etc.) in dem vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes NRW geförderten Projekt TiWo – “Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung”

Anne Wiegers, Bergmannsheil Bochum, WohnBund Beratung Bochum und DGSV u.a. zur Bedeutung sozialer Arbeit auch in Pandemiezeiten.

Claudia Rösner und André Röwekämper, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster zur Zuständigkeit der Eingliederungshilfe beim LWL durch die entsprechende Gesetzesänderung im SGB XII/SGB IX am 1. Januar 2020

Barbara Eifert, wissenschaftliche Begleitung der Landesseniorenvertretung NRW e.V. zu weiteren Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Seniorenvertretungen vor Ort bzw. der LSV NRW und der aktuellen Situation der älteren Menschen vor, in und nach der Coronakrise

Das nächste gemeinsame Arbeitstreffen mit der Koordination Wohnberatung NRW findet am 27. Januar 2021 statt.

8. gemeinsames Arbeitstreffen der Koordination Wohnberatung NRW und der LAG Wohnberatung NRW

Das achte gemeinsame Arbeitstreffen der Koordination Wohnberatung NRW und der LAG Wohnberatung NRW fand am Mittwoch, dem 29. Januar 2020 im Bauministerium des Landes Nordrhein-Westfalen statt.
 
Die 76 anwesenden Wohnberater*innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch u.a. mit Vertreter*innen vom Landschaftsverband Rheinland (zur Gesetzesänderung Eingliederungshilfe), von der Hochschule Düsseldorf (zur Vorstellung des vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes NRW geförderten Projektes TiWo – Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung) und vom KDA (Präsentation der Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz – gefördert vom MAGS NRW und den Landesverbänden der Pflegekassen NRW).
 
Das nächste gemeinsame Arbeitstreffen findet am 24. Juni 2020 statt.
 

Wohnberatungsstellen