Ziele und Aufgaben der Wohnberatung

Um die persönlichen Wohnwünsche herauszufinden und möglichst umzusetzen, ist es sinnvoll, sich beraten zu lassen. Wohnberatung steigert erwiesenermaßen die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation. Die Arbeit der Wohnberatungsstellen ist von der Landesregierung anerkannt und ihre Expertise soll nach dem Aktionsplan „NRW inklusiv“ der Landesregierung in die „Beratung über die Herstellung von Zugänglichkeit und Barrierefreiheit im Wohnungsbestand“ einbezogen werden.

In allen Fragen des Wohnens im Alter, bei Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftigkeit und Demenz, und natürlich auch präventiv sind Wohnberatungsstellen die richtige Anlaufstelle. Die Wohnberatungsstellen leisten für den Verbleib in der eigenen Wohnung insbesondere hinsichtlich des Abbaus von Barrieren, der Suche nach geeigneten Diensten sowie zu Finanzierungsfragen und Antragstellungen wichtige Hilfe. Ziel der Wohnberatung ist es, die (möglichst) selbständige Lebensführung in der eigenen Wohnung und im gewohnten Umfeld zu ermöglichen und/oder zu verlängern.

Bei Hausbesuchen erfolgt die Beratung zur optimalen Anpassung der Wohnverhältnisse an die Wünsche und Bedürfnisse der jeweiligen Menschen. Diese Anpassung kann präventiv oder reaktiv erfolgen. So können z.B. Unfälle, insbesondere Stürze, verhindert und oft folgende Pflegebedürftigkeit vermieden werden, Hilfe- und Pflegebedarf kann reduziert oder Pflege ermöglicht bzw. erleichtert werden. Bei Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen sind spezifische weitere Kompetenzen der Wohnberatung gefragt wie Erleichterung der räumlichen und zeitlichen Orientierung und Maßnahmen gegen Unruhe und Verwirrtheit. Eine Übersicht über Ziele, Aufgaben und Qualitätsanforderungen der Wohnberatung in Nordrhein-Westfalen finden Sie auf der Seite der Bezirksregierung Düsseldorf: http://www.brd.nrw.de/gesundheit_soziales/sozialpolitische_foerderprogramme/pdf/Katalog_Ziele__Aufgaben_und_Qualit__tskriterien.pdf.

In Nordrhein-Westfalen ist die Wohnberatung in einem von anderen Bundesländern nicht erreichten Maße fast flächendeckend ausgebaut. Die 128 Wohnberatungsstellen in NRW arbeiten unabhängig, hauptamtlich und für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Schon 1989 wurde über die Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes NRW das erste Wohnberatungsangebot beim Kreuzviertel-Verein in Dortmund finanziert.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Koordination Wohnberatung NRW. Sie arbeitet seit Ende 2015 und wird vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen und den Landesverbänden der Pflegekassen NRW gefördert. Kontakt: Münsterstr. 57, 44145 Dortmund, Tel.: 02 31 / 84 79 62 07, info@koordination-wohnberatung-nrw.de. Die Adressen der Wohnberatungsstellen finden Sie unter: http://www.koordination-wohnberatung-nrw.de/wohnberatungsstellen/ oder auf dieser Seite der LAG Wohnberatung NRW: http://www.wohnberatungsstellen.de/wohnberatung/.